Seite 1 von 1
3 Artikel gefunden, zeige Artikel 1 - 3

Kaufberater Kletterschuhe


Während Anfang des letzten Jahrhunderts noch mit simplen Lederschuhen mit glatter Sohle oder sogar nur mit Socken geklettert wurde, gibt es mittlerweile eine schier unendliche Anzahl an verschiedenen Kletterschuhen. für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche.  So verschieden die Schuhe sind, der Aufbau ist grundsätzlich bei allen Kletterschuhen ähnlich.

1 Aufbau eines Kletterschuhs

Kletterschuhe bestehen aus Schaft und Sohle. Je nach Modell kommen unterschiedliche Materialien für den Schaft zum Einsatz. Die häufigsten Materialien sind Leder, Kunstleder, Cordura, Lorica oder Kombinationen daraus. Die Kletterschuhe werden häufig im sogenannten Slip-Last-Verfahren hergestellt. Dabei wird zuerst der Schaft aus den jeweiligen Materialien genäht und dann auf einen Leisten gespannt. Danach wird die Sohle mit dem Schaft verbunden und dann vom Leisten gezogen. Der schon fast fertige Schuh wird nun weiter bearbeitet. Als Sohlenmaterial wird eine spezielle reibungsstarke Gummimischung  verwendet. Wie bei  Reifen von Formel 1 -Autos gibt es die verschiedensten Mischungen für den jeweiligen Einsatzbereich. Damit die Sohle später auch auf kleinsten Tritten gut steht, muss diese noch entsprechend an den Sohlenkanten geschliffen werden. Eine weitere wichtige Komponente ist die Zwischensohle. Der Kletterschuh kann mithilfe der Zwischensohle an  bestimmten Stellen steifer gemacht werden. Als Material kommt häufig Kunststoff oder Textilmaterial zum Einsatz. Für überhängende Kletterrouten ist es nützlich wenn der Kletterschuh an der Spitze nach unten gebogen ist. Damit ist es einfacher im überhängenden Gelände auf kleinen Tritten zu stehen. Im Fachjargon spricht man von Downturn. Alle Kletterschuhe haben einen Randgummi. Dieser Randgummi sorgt zum einen dafür, dass der Kletterschuh formstabil ist und zum anderen damit die Zehen zusammengehalten werden. Natürlich fungiert der Randgummi auch als Schutz für das Obermaterial.
Bei vielen Kletterschuhen ist auch die Zehenbox gummiert. Das erleichtert das "Hooken" mit den Zehen. Die Ferse bei den heutigen Kletterschuhen ist voll- bzw. teilweise gummiert und mit einem Band aus Gummi umspannt. Dieses Band erzeugt Druck nach vorne und sorgt für Kraft an der Schuhspitze. Je straffer das Gummiband gespannt ist desto mehr Vorspannung hat der Schuh. Schlaufen an der Ferse dienen zum leichteren An- und Ausziehen des Kletterschuhs bzw. zum Anbringen am Klettergurt. 
Des Weiteren verfügen alle Kletterschuhe über ein Verschlusssystem. Hier haben sich Velcro, Schnürer und Slipper durchgesetzt. Auf die verschiedenen Eigenschaften bzw Vor- und Nachteile wird im nächsten Kapitel eingegangen.

2 Arten von Kletterschuhen

Grundsätzlich können die verschiedenen Arten von Kletterschuhen aus den jeweiligen Verschlusssystemen abgeleitet werden.  

2.1 Schnürer

Bei Schnürern (Lace Up's) handel es sich um ein simples Verschlusssystem mittels Schnürsenkeln. Hierbei unterscheidet man zwischen der klassischen Lochschnürung und der Schnellschnürung. Bei der Lochschnürung werden in das Obermaterial Löcher eingestanzt  in denen die Schnürsenkel durchgeführt werden. Bei der Schnellschnürung werden am Obermaterial Ösen angebrach in denen die Schnürsenkel durchgeführt werden. Dieses Schnellschnürsystem sorgt für weniger Reibung am Schnürsenkel.

Im Vergleich zu Kletterschuhen mit anderen Verschlusssystemen sind Schnürer vom Aufbau stabiler und verfügen über eine festere Sohle. Daraus resultiert ein besonder guter Sitz am Fuß und ein ermüdungsfreies Stehen auf kleinsten Tritten über einen langen Zeitraum.
Ein weiterer Vorteil ist die gute Anpassbarkeit des Schnürers. Auch wenn das Material, nach häufigen Gebrauch, sich langsam dehnt und nachgibt  hat man durch engerziehn des Schnürsenkels einen guten Halt im Kletterschuh.

Es gibt nbatürlich auch weichere Ausnahmen bei den Schnürern. Tendentiell findet man aber in der Kategorie Schnürer einen eher steiferen Kletterschuh. Der Großteil der Kletterer nutzt den  Schnürer für längerer Kletterrouten bzw. Alpinklettern.

2.2 Slipper

Slipper sind tendentiell die weichsten Kletterschuhe. Es wird häufig ganz auf eine Zwischensohle verzichtet. Das Ergebnis ist ein weicher und überaus feinfühliger Schuh der dem Kletterer sich auch an schwierige Tritte anpasst allerdings auch etwas mehr Power in der Fußmuskelatur fordert. Besonders die Bouldere schätzen Slipper Kletterschuhe. Zum einen lässt er sich bequem und schnell An- und Ausziehen und zum anderen kann man mit der weichen Sohle die Tritte im Überhang förmlich greifen. Des Weiteren eignet sich die Flexibilität der Slipper gepaart mit einer guten Gummierung im Zehenbereich perfekt für eine gute Toe-Hook Performance. Da Slipper nicht mehr enger gestellt werden können ist es enorm wichtig die Schuhe entsprechend eng zu kaufen.

2.3 Velcros

Velcros (Klettverschluss) sind mittlerweile die beliiebteste Kletterschuhart. Mit den Klettverschlüssen lassen sich die Schuhe sehr schnell an- und ausziehen. Tendentiell sind Velcros mittelhart. Die meisten Velcro Kletterschuhe verfügen übe eine Zwischensohle die allerdings etwas dünner ist als bei den Schnürern. Der Schuh bietet dadurch eine Unterstützung für die Fußmuskalatur bleibt aber trotzdem noch relativ sensibel. Daraus resultiert ein sehr gutes Trittgefühl.. Da die Zehenbox nicht mit einer Schnürung belegt lässt sich die Zehenbox sehr gut mit Gummi überziehen.  Das wirkt sich wieder zusammen mit der weicheren Sohle sehr gut auf die Toe-Hook Performance aus. Ein Nachteil ist die schlechtere Justiernungsmöglichkeit wenn sich der Kletterschuh nach häufigen Gebrauch weidet.

3 Einsatzbereiche Kletterschuhe

Welcher Kletterschuh ist nun der richtige für mich? Das hängt natürlich hauptsächlich von der jeweiligen Spielart des Kletterns ab. Bewege ich mich überwiegend in harten Sportkletterrouten benötige ich einen anderen Kletterschuh als bei langen alpinen Genußklettereien. Fühlt man sich in mehreren Spielarten des Kletterns zuhause kommt man eigentlich nicht um ein zweites oder sogar drittes Paar Kletterschuhe herum. In den nächsten Abschnitten beschreiben wir wichte Eigenschaften die ein Kletterschuh für die jeweilige Spielart mitbringen muss.

3.1 Sportkletterschuhe

Da es beim Sportklettern eher um Durchaltevermögen und Ausdauer ankommt, benötigt man einen Kletterschuh der den Fuß gut unterstützt. Sportkletterschuhe sind daher tendentiell mittelharte Schuhe. Da die Kletterdauer deutlich über einer Minute liegt, ist es beim Sportklettern wichtig, den Fuß längerfristig zu unterstützen.

Deshalb hat ein Sportkletterschuh eine Schnürung oder zwei bis drei Velcroverschlüsse, um den Schuh optimal an den Fuß anpassen zu können. Je überhängender und maximalkraftlastiger eine Route ist, desto mehr kommt man auch mit einem “Boulderschuh” beim klettern zurecht.

Der Leisten eines Sportkletterschuhs kann mehr oder weniger stark asymmetrisch sein. Spricht man von einem asymmetrischen Kletterschuh bedeutet das, dass der Schuh den Vorfuß nach innen biegt. Asymmetrie kommt folgendermaßen zustande: Zieht man eine gerade Linie (als Spiegelachse) durch die Mitte der Klettschuhsohle, so hat man eine linke und eine rechte Seite. Je mehr die Spitze der Sohle in Richtung Großzehenseite gebogen ist, desto asymmetrischer ist der Kletterschuh an der gedachten Spiegelachse. Der Fuß wird somit erstens in einer weiteren Ebene verspannt und zweitens verlängert sich somit die Außenkante, an der die kleinen Zehen anliegen.  Betrachtet man die Anatomie und Biomechanik eines Fußes ist es diese verlängerte Außenkante, durch die der Schuh dem Fuß mehr Stabilität beim Antreten kleiner Tritte verleiht.

Ein stark asymmetrischer Kletterschuh macht also beim Sportklettern immer dann Sinn, wenn die Tritte relativ klein sind und/oder die Route häufiges Eindrehen verlangt, was z.B. bei einer Route mit vielen Längenzügen der Fall sein kann.

Stark asymmetrische Klettersschuhe besitzen häufig eine gehörige Portion Vorspannung und Downturn. Bei Schuhen mit Vorspannung ist die Sohle kürzer als der Oberschuh. Der Schuh hat dadurch von der Seite gesehen eine Art Halbmondform: die Schuhspitze und die Ferse sind nach unten geneigt. Ein vorgespannter Schuh biegt den Fuß in eine Hohlfußstellung, um mehr Druck auf die Zehen zu bringen. Durch die Vorspannung erhöht sich der Druck, den die Zehen auf den Tritt bringen können; man kann also einfacher mit den Zehenspitzen auf winzigen Tritten stehen.

Kletterschuhe mit stark asymmetrischem Leisten und kräftiger Vorspannung haben ihre Stärken vor allem im steilen, überhängenden Gelände, da die spezifische Schuhform den Fuß optimal dabei unterstützt, Druck auf sonst kaum zu stehende Tritte zu bringen. Wer also schwere und vor allem steile Routen klettern möchte, wird früher oder später nicht um einen Kletterschuh mit massivem Downturn und stark asymmetrischer Form vorbei kommen.

Leider haben Kletterschuhe, die sich perfekt für das Antreten von kleinen Tritten im überhängenden Fels eignen, einen großen Nachteil: Je weniger ein Kletterschuh der natürlichen Fußform folgt, desto unbequemer ist er. Da Sportkletterschuhe, die hervorragende Performance am überhängenden Fels bieten sollen, darüber hinaus häufig überaus eng gewählt werden, wird die tolle Kraftübertragung am Fels oft mit Schmerzen quittiert.

Außerdem eignen sich Kletterschuhe mit viel Downturn und starker Asymmetrie nicht für jedes klettertechnische Problem. Was in einer überhängen Route tadellos funktioniert, kann auf einer geneigten und extrem kleingriffigen Reibungsplatte genau den gegenteiligen Effekt haben. Da es auf einer Reibungsplatte weniger auf optimale Kraftüber  tragung auf einen möglichst geringen Radius sondern vielmehr um eine möglichst große Auflagefläche der Sohle auf den Fels ankommt, sind vorgespannte und sehr kantenstabile Schuhe für Reibungsklettereien denkbar ungeeignet. Hier empfiehlt sich stattdessen ein symmetrischer Schuh ohne Vorspannung mit möglichst weicher und reibungsintensiver Sohle.

Ein anderes Merkmal, das einen Sportkletterschuh für ein spezifisches Terrain optimiert, ist die Schuhspitzenform. Schuhe mit einer deutlichen Spitze sind z.B. besonders für Lochklettereien – die sich besonders häufig im Kalkstein finden – geeignet, zeigen allerdings manchmal Schwächen beim Reibungsklettern

Ein Schuh der sich besonders für die Kletterei an kleinen Leisten eignet, zeichnet sich durch eine rechtwinklige Sohlenkante entlang der Zehen aus. Durch diese eher abgeflachte Sohlenkante werden die Zehen bei der Kraftübertragung auf die Leiste optimal unterstützt. Allerdings passt die etwas rundere Schuhspitze weniger gut in enge Löcher.

Kletterschuhe mit einer weniger spitzen oder rechtwinkligen Form im Vorderfußbereich in Kombination mit einer weichen Sohle sind dagegen besonders für das Reibungsklettern geeignet. Durch den eher rechtwinkligen Vorderfußbereich ist die Auflagefläche des Fußes vergrößert, wodurch maximaler Grip auf den Strukturen der Reibungsplatte erzeugt werden kann.

Fortgeschrittene Sportkletterer werden deshalb für unterschiedliche Anforderungen an die Kletterei unterschiedliche Kletterschuhe besitzen und diese je nach Bedarf für unterschiedliche Probleme nutzen.

Kletterer, die es sich nicht leisten können oder wollen, mehrere Paar Kletterschuhe zu besitzen, sollten auf einen Allrounder setzen, die sich oft durch eine leichte Asymmetrie und eine geringe Vorspannung, eine mittelharte Zwischensohle und ein relativ hartes aber reibungsintensives Sohlengummi auszeichnen. Mit einem Allrounder wird man zwar in den oberen Schwierigkeiten einige Abstriche an die Performance machen müssen, hat dafür aber einen Sportkletterschuh, mit dem man in so gut wie keinem Terrain völlig daneben liegt.


3.2 Schuhe zum Alpinklettern

Unter Alpinklettern versteht man das Begehen einer Mehrseillängentour mit dem ursprünglichen Ziel den Gipfel zu erreichen. Während sich klassische alpine Routen fast immer an logischen Linien innerhalb der Wand orientieren, führt der Verlauf von moderen Alpinklettertouren häufig durch den klettertechnisch lohnendsten Bereich der Wand. Beide Varianten weisen allerdings eine Absicherung auf, die meist durch zusätzliche mobile Sicherungsmittel, wie Keile, Friends, Schlingen etc. zu ergänzen ist.

Da der Kletterer in der Regel während der kompletten Tour Kletterschuhe trägt, sollte beim Kauf von Alpinkletterschuhen ein besonderer Augenmerk auf eine gute Passform und ein komfortables Tragegefühl gelegt werden. Performance und Präzision eines Schuhs treten demgegenüber deutlich in den Hintergrund. Da die maximalen Schwierigkeiten einer alpinen Route aufgrund der vielen alpinen Einflussfaktoren (wie Wetter, selbst zu legenden Sicherungen, langer, unwegsamer Zustieg oder brüchiges Gestein) häufig weit unter den Schwierigkeiten liegen, die man im Klettergarten zu meistern in der Lage ist, macht die unbequeme High End-Waffe beim Alpinklettern nur bedingt bis gar keinen Sinn.

Statt der Endpräzision auf dem Micro-Tritt braucht man beim Alpinklettern über einen langen Zeitraum guten Halt im Kletterschuh. Man ist stundenlang in einer hohen Wand unterwegs und braucht viel Unterstützung für die Füße, um sie vor Ermüdung zu schützen, wodurch der Tragekomfort natürlich an Bedeutung gewinnt.  Denn über Stunden Schmerzen an den Füßen auszuhalten, zermürbt den Kopf und senkt die Leistungsfähigkeit.

Ein guter Alpinkletterschuh hat eine steife Sohle, ist wenig asymmetrisch und mit wenig oder gar keine Vorspannung ausgestattet. Er läuft vorne symmetrisch wie eine Pfeilspitze  zusammen, um links wie rechts gleichen Halt in einer Verschneidung  bieten zu können. Eine Vorspannung im Schuh wäre außerdem für Reibungstritte eher ungünstig, da für solche die Ferse niedriger sein muss, als der Vorfuß, um maximale Traktion am flachen, trittlosen Felsen zu erreichen. . In löchrigem Gestein, wie z.B. Kalk, empfiehlt sich darüber hinaus eine lang gezogene Schuhspitze, um den Schuh optimal in den Löchern platzieren zu können.

Der Alpinkletterschuh sollte entweder so gemütlich sein, dass man die Schnürsenkel über Stunden zu lassen kann oder er verfügt über ein Velcro-Verschlusssystem, das es erlaubt, den Schuh am Stand vom Fuß zu nehmen. Ideal sind die gebrauchten, geweiteten und gemütlich gewordenen Sportkletterschuhe oder spezielle bequeme Kletterschuhe für Mehrseillängen-Routen.

3.3 Boulderschuhe

Bevor wir uns der Frage widmen, was ein Schuh für Voraussetzungen erfüllen muss, damit er für’s Bouldern sehr gut geeignet ist, ganz kurz eine Erklärung was unter dem Bouldern überhaupt zu verstehen ist.

Beim Bouldern klettert man meist nicht allzu viele, dafür aber sehr intensive und ziemlich schwere Kletterzüge aneinandergereiht. Das moderne Bouldern zielt darauf ab, ein Bewegungsproblem, schwere, maximalkräftige Einzelzüge oder Trittprobleme in eine möglichst fordernde Reihenfolge zu bringen um so das persönliche Können zu verbessern. Abgesehen von sogenannten High-Boulds – also Boulder die an sehr hohen Felsblöcken stattfinden – kann man dabei die Kletterprobleme unter Ausschluss des “psychologischen Faktors”, also der Angst vor dem Sturz ins Kletterseil, perfekt üben.

Da sich sehr viele Boulder an steilen, überhängenden Blöcken oder Wänden abspielen, wählen Boulderer sehr häufig Kletterschuhe mit einer weichen, sensiblen nach unten gebogenen Sohle. Diese Boulderschuhe verfügen daher über keine oder eine sehr dünne Zwischensohle und auch über eine eher dünner gehaltene Klettersohle, die dafür aber eine (Downturn) hat. Durch die Sensibilität der Schuhe fühlt man ganz genau was unter den eigenen Zehen passiert und kann somit präzise und dosiert antreten. Die Vorspannung des Boulderschuhes ermöglicht es darüber hinaus mit den Zehen Tritte regelrecht zu “greifen” und durch diesen Zug die Arme für das Weitergreifen zu entlasten.
Ein weiterer Baustein im Anforderungsprofil an einen Boulderschuh ist die Notwendigkeit mit dem Schuh perfekt “hooken” zu können. Dabei werden zwei unterschiedliche Arten von Hooks unterschieden. Zum einen das Hooken mit der Fersenpartie, der sogenannte “Heel Hook”. Dabei setzt man den Schuh um eine Kante oder auf einen höher gelegenen Tritt und bringt dann Druck auf die Fersenpartie. Damit dies effizient funktioniert sollte der Boulderschuh zum einen in der Ferse gut sitzen. Es sollten also keine Hohlräume zwischen Fuß und Fersenkappe des Schuhes sein. Zum anderen muss der Schuh im Fersenbereich über einen hochgezogenen, reibungsstarken Gummi verfügen. Manche Hersteller haben hier im Bereich der Ferse sogar eine Kante in den Schuh eingebaut. Nach unserer persönlichen Einschätzung ist eine solche Kante aber sogar eher kontraproduktiv, da die man die Hooks ja häufig auf Reibung belastet. Durch die Kante wird die am Tritt aufliegende Fläche ja eher kleiner und es entsteht somit weniger Reibung – man rutscht also eher ab. Dies ist aber unsere persönliche Einschätzung. Dem ein oder anderen mag so eine Kante auch sehr hilfreich sein.

Die zweite Möglichkeit zu hooken ist der Hook mit der Zehenpartie, also der sogenannte “Toe Hook“. Hier werden Felsvorsprünge oder die seitlichen bzw. unteren Flächen von Griffen und Tritten genutzt um sich mit den Zehen darin festzuhaken und hierdurch das Weitergreifen zu erleichtern. Da auch dies wieder eine Reibungsgeschichte ist, sollte der Boulderschuh an der Oberseite der Zehenbox noch über einen Gummibesatz verfügen.

Zu guter Letzt wollen wir uns noch mit dem Verschlusssystem eines Boulderschuhes befassen. Jeder der schon einmal beim Bouldern war, weiß, dass praktisch nach jedem Boulder die Schuhe ausgezogen werden. Man fachsimpelt ein paar Minuten warum es auch dieses Mal wieder nicht mit dem Durchstieg geklappt hat, gibt sich Tipps für das nächste Mal und dann unternimmt man einen neuen Versuch. Die Schuhe müssen also schnell an und ausgezogen werden können. Hierzu eigenen sich praktisch nur Velcros oder Slipper. Die Klettverschlüsse eines Velcros können sehr schnell geöffnet und wieder verschlossen werden und beim Slipper stellt sich diese Problematik ja ohnehin nicht, da man diese quasi ohne etwas öffnen zu müssen an- oder ausziehen kann.

Der aus unserer Sicht perfekte Boulderschuh ist daher ein Velcro oder ein Slipper mit starker Vorspannung und mittlerer bis starker Asymetrie, der über eine dünne, weiche Sohle verfügt und Gummi-Besätze an Ferse und über den Zehen hat.

Unsere Marken

Petzl
brandname1
Edelrid
E9
Mammut
La Sportiva
brandname1
brandname1
brandname1
Alpinsport Basis Logo

Die Alpinsport Basis in Garmisch-Partenkirchen - euer Fachgeschäft mit Online-Shop rund um die Themen Klettern und Bergsteigen!

In unserem Newsletter erhaltet ihr wöchentlich interessante Angebote rund um's Klettern und Bergsteigen - ein Muss für alle Schnäppchen-Jäger!

* Abmeldung jederzeit möglich

Alpinsport Basis - von Alpinisten für Alpinisten!

Top
4.82 / 5.00 of 97 Alpinsport Basis - Klettershop von Alpinisten für Alpinisten customer reviews | Trusted Shops