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  • Klettersteigsets


Kaufberatung Klettersteigsets

Allgemeine Infos zum Klettersteigset

Ein Klettersteigset ist ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand beim Begehen von Klettersteigen. Es stellt zusammen mit dem Helm und dem Klettergurt die Grundausstattung dar, die jeder Bergsteiger dabei haben sollte, wenn er vor hat einen Klettersteig zu begehen. Optionale Produkte, die hilfreich, aber nicht zwingend notwendig sind, wären in diesem Bereich Klettersteighandschuhe, Bandschlingen, Karabiner, Sicherungsseil etc.
Ein Klettersteigset - früher auch Klettersteigbremse oder auch Seilbremse genannt - besteht immer aus einer Verbindungsschlaufe, einem Bandfallfämpfer, elastischen oder statischen Verbindungsarmen und den beiden Karabinern am Ende der Arme. Diese einzelnen Bestandteile wie auch das Anlegen der Klettersteigausrüstung werden nun im Folgenden erläutert:

Verbindungsschlaufe/Anseilschlaufe am Klettersteigset

Die Verbindungsschlaufe ist - wie der Name schon sagt - die Schlaufe mit der das Klettersteigset am Klettergurt verbunden wird. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten das Klettersteigset mit dem Gurt zu verbinden. Wir präferieren hier jedoch unter Berücksichtigung vielerlei sicherheitsrelevanter Aspekte die Verbindung mittels Ankerstich-Knoten. Dies hat zum Vorteil, dass man zum einen keine zusätzlichen Verbindunselemente benötigt die kaputt gehen können oder die man vergessen könnte zu verschließen und zum anderen kann der Ankerstich mit Sichtprüfung sehr gut und einfach kontrolliert werden.
Beim Material der Verbindungsschlaufe verwenden die Hersteller robustes Polyamid meist in 16mm oder 19mm Bandbreite oder manchmal auch ein Gemisch aus Polyamid und Dyneema. Die Bruchlast dieser Anseilschlaufe ist wie beim Klettergurt auch mindestens 22kN. Somit besteht ihr bei korrekter Handhabung eine große Sicherheitsreserve! Beim Kauf des Klettersteigsets sollte man darauf achten, dass die Verbindungsschlaufe am Klettersteigset ausreichend groß ist. So lässt sich beim Einbinden in den Klettergurt, der Bandfalldämpfer und die Äste mit den Karabinern auch komfortabel hindurchfädeln. Ist die Schlaufe zu knapp gefasst, ist das oft etwas schwierig, dass Set mittels Ankerstich am Klettergurt zu befestigen. 

Bandfalldämpfer am Klettersteigset

Der Bandfalldämpfer ist das Kernelement am Klettersteigset. Wie der Name schon sagt, soll dieses "dämpfende Element" dafür sorgen die Sturzenergie im Falle eines Sturzes abzubauen ohne dass der Klettersteiggeher hierdurch schwer verletzt wird. Der Bandfalldämpfer besteht aus vernähten Bändern, bei denen im Sturzfall die Nähte ziehharmonika-ähnlich aufreißen. Auf diese Weise nimmt der Bandfalldämpfer die Sturzenergie auf.

Nach der Norm werden Klettersteigsets, ähnlich wie Kletterseile, dynamisch im Fallprüfstand mit 80 kg und einer Fallhöhe von 5m geprüft. Dabei muss das Klettersteigset das Fallgewicht auf einer Strecke von 1,20 m und einem maximalen Fangstoß von 6 kN (ca. 600 kg) einmalig zum Stehen bringen können und auch halten. Der Bandfalldämpfer darf auch erst ab einer Kraft von 1,2 kN (ca. 120 kg) ansprechen. Dies soll verhindern, dass zum Beispiel beim Ausruhen im Klettersteigset durch das Eigengewicht des Klettersteiggehers Bremsreserven aufgebraucht werden. Daher ist das Set bei Beschädigung, d.h. wenn ein Teil der Bandschlingen aus dem Päckchen herausschaut  und gerissene Nähte erkennbar sind, sofort auszutauschen.

Neben dem Bandfalldämpfer sind noch alte Falldämpfungssysteme mit Bremsplatten und durchgefädeltem Seil im Umlauf. Hierbei besteht das Bremsprinzip aus Reibung. Die normativen Prüfanforderungen gelten hier jedoch genauso wie für Bandfallsysteme. Diese Systeme entsprechen aber nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und sollten unserer Meinung nach nicht mehr verwendet werden!

Verbindungsarme am Klettersteigset

Die Verbindungsarme am Klettersteigset sind entweder elastisch oder statisch, wobei dies nichts mit dem Abbau der Sturzenergie zu tun, sondern mehr praktische Gründe hat. Während statische Arme - wie der Name schon sagt - immer die gleiche Länge haben, ziehen sich elastische Arme zusammen und behindern somit beim Gehen nicht so stark. Seit der Rückrufwelle Anfang 2014, welche dieser elastischen Arme geschuldet war, wurde hier einie eigene Prüfung für diese elastischen Arme ins Leben gerufen. Hier wird die Langzeit-Lebensdauer der Arme geprüft.
Bei statischen Armen sieht man oft zwei unterschiedliche Lange Arme. Dies wir deshalb gemacht um eine Strangulation in Falle, dass der Kopf beim Sturz zwischen die beiden Arme gelangt, zu vermeiden. In der Praxis haben sich aber bei über 90% der Sets die elastischen Arme durchgesetzt. Beim Kauf des Klettersteigsets sollte man darauf achten, dass die Länge der Klettersteig-Set-Arme auch zur Länge der eigenen Arme passt!

Karabiner am Klettersteigset

Für moderne Klettersteigsets dürfen nur automatisch verriegelnde Klettersteig-Karabiner nach EN 12275, Typ K verwendet werden. Die automatische Verriegelung des Klettersteigkarabiners soll verhindern, dass der Schnapper beim Sturz offen ist, da in diesem Falle nur weniger als die halbe Bruchlast gewährleistet ist. Der Verriegelungsmechanismus besteht aus einem einfachen Hebel, der gleichzeitig mit dem Schnapper betätigt werden muss. Man spricht bei solchen Karabinern von sogenannten Handballensicherungskarabinern, da die Sicherung durch den Handballen gelöst wird.
Neben dem CE-Zeichen mit Nummer sind auch die Bruchlastwerte in Längsrichtung mit 27 kN (ca. 2700 kg), bei Querbelastung mit 8 kN und bei offenem Schnapper mit 10 kN angegeben. Je höher diese Werte sind, desto höher sind auch die Sicherheitsreserven im Belastungsfall. Die normativen Anforderungen zur Erlangung des CE-Zeichens stellen immer nur Mindestanforderungen dar. Weiterhin tragen viele Karabiner zusätzlich noch das UIAA Zeichen („Union Internationale Associations d Alpinisme“). Die Anforderungen der UIAA Normen sind höher, als die für das CE-Zeichen. Aber für den Verkauf von Kletterausrüstung in Europa nicht zwingend erforderlich.
Bei billigeren Klettersteigsets werden auch noch sogenannte Hülsen-Karabiner verwendet. Bei diesen Karabinern muss man nur eine Hülse nach unten ziehen und kann den Karabiner dann öffnen. Deutlich sicherer und auch in der Handhabung komfortabler sind aber die Handballensicherungskarabiner.

Anlegen der Klettersteigausrüstung

In der Regel wird an einem geeignetem Platz am Klettersteiganstieg die Klettersteigausrüstung angelegt. Als erstes sollte der Helm auf den Kopf. Es kommt öfters vor das durch vorauskletternte Klettersteiggeher unbeabsichtigt Steinschlag ausgelöst wird. Das kann schnell zu brenzligen Situationen führen. Gegebenenfalls sollte der Helm schon beim Zustieg angelegt werden. Als nächstes wird der Klettergurt angelegt. Das Klettersteigset wird dann am besten mittels Ankerstich mit der Sicherungsschlaufe des Klettergurts verbunden. Bevor es dann wirklich losgeht können die beiden Karabiner ertmal an einer Materialschlaufe des Klettergurtes verstaut werden. Ohne geeignete Klettersteighandschuhe kommt es beim Begehen eines Klettersteiges schnell zu wunden wenn nicht sogar aufgerissenen Händen. Heraustehende Litzen am Stahlseil tragen dazu bei. Daher können wir das Tragen von Klettersteighandschuhen nur wärmstens empfehlen. Bei besonders schweren Klettersteigen kann zusätzlich eine Ruheschlinge mitgeführt werden. Dann kann man nach oder vor einer kräfteraubenden Passage erst mal gemütlich  hängend im Klettergurt neue Kräfte sammeln. Je nach Klettersteig und Tour können auch weitere Ausrüstungsgegenstände erforderlich bzw. sinnvoll sein. Beim Klettersteig gehen in einer Gruppe ist nach dem Anlegen der Klettersteigausrüstung ein Partnercheck sinnvoll.

Körpergewicht beim Klettersteig gehen

Das Köpergewicht samt Ausrüstung spielt eine entscheidene Rolle bei der richtigen Wahl des Klettersteigsets. In der Regel sind die meisten Klettersteigsets für ein Körpergewicht von 50 bis 100 kg konzipiert. Zum Körpergewicht muss auch immer die Ausrüstung, die auf der jeweiligen Tour mitgeführt wird,  mit einberechnet werden. Bei  Personen die leichter als 50kg sind  kann es passieren, dass der Bandfalldämpfer nicht richtig auslöst. Dadurch wirken sehr hohe evtl. sogar lebensbedrohliche Kräfte auf die gestürtzte Person. Das gleiche gilt auch für besonders schwere Personen >100 kg. Einige Hersteller bieten mittlerweile auch Klettersteigsets für leichte bzw. schwere Personen an. Diese Personen sollten auf solch spezielle Klettersteigsets zurückgreifen. Grundsätzlich wird bei Personen die außerhalb des 50-100 kg Bereichs liegen, das zusätzliche Nachsichern mit einem Seil empfohlen.

Optionales Zubehör beim Klettersteig gehen

Handschuhe (sehr zu empfehlen)
Rastschlinge (Bandschlinge)
Kletterseil (Belay Kit) zum Nachsichern von leichte/schweren Personen
Seilrolle für Fying Fox

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