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Kaufberatung Stirnlampen


Stirnlampen kommen heutzutage bei fast jeder Outdooraktivität zum Einsatz.
Ob bei der allabendlichen Joggingrunde in der dunkleren Jahreszeit oder der mehrstündigen alpinen Klettertour mit Zustieg in den frühen Morgenstunden. Stirnlampen sind hierbei nicht mehr wegzudenken. Stirnlampen machen die Nacht zum Tag und halten die Hände frei fürs Wesentliche. Während man vor einigen Jahren noch mit klobigen Lampen mit Glühbirne durch die Weltgeschichte gewandelt ist, werden in unseren Tagen die Stirnlampen immer kompakter, ausdauernder ud leuchtstärker. Dies verdanken wir den LEDs die nun anstelle der Glühbirne in den meisten Stirnlampen verbaut sind. Die LED-Technik wurde in den letzten Jahren stetig verbessert. Die kleinen Energiebündel werden immer kleiner, leuchtstärker und effizienter. Mittlerweile gibt es Stirnlampen wie Sand am Meer. Da kann mann schnell mal den Überblick verlieren. Dieser Verkaufsberater dient daher zu einer groben Orientierung.

Technische Grundlagen

In den Folgenden drei Absätzen wird der grundsätzliche Aufbau einer Stirnlampe erläutert. Angefangen bei den verschiedenen Leuchtmitteln über die Kennzahlen der Leuchtperformance bis zu den jeweiligen Arten der Energieversorgung.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leuchtmittel bei einer Stirnlampe. LEDs, Halogenstrahler und Glühbirnen. Wobei letztere in der Regel nicht mehr zum Einsatz kommen da eine Glühbirne von der Effzienz deutlich schlechter abscneidet als eine LED. oder ein Halogen-Leuchtmittel. Halogenstrahler hatten lange Zeit den Vorteil, dass das Licht gegenüber einer LED brillianter und farbechter war. Des Weiteren waren die Halogenstrahler sehr gut für eine punktgenaue und fokussierte Beleuchtung geeignet. Mittlerweile hat sich jedoch die LED Technik sehr stark verbessert. Das "kalte" Licht mit dem viele Anwender LEDs noch verbinden, gehört definitv der Vergangenheit an. Aktuelle Stirnlampen mit LED-Technik haben in der Regel auch ein Modus zur fokussierten Ausleuchtung von Objekten in der Ferne. Das die LED auch noch von allen Leuchtmitteln die energiesparenste Variante ist macht sie zur Nr. 1 der verbauten Komponenten bei einer Stirnlampe.

Die Leuchtperformance also die Leuchtstärke einer Stirnlampe wird in der Einheit Lumen angegeben. Der Lichtstrom ist die gesamte sichtbare Lichtmenge die eine Lampe aufsummiert in alle Richtungen abgibt. Er wird im Labor mithilfe einer Ulbricht-Kugel gemessen. Dieser Messwert ergänzt die Leuchtweite. Damit ist es möglich einzelne Lampenmodelle, in Bezug auf die Leuchtstärke, miteinander zu vergleichen. Je höher die Anzahl der Lumen desto höher ist die Leuchtstärke der Lampe desto höher in der Regel allerdings auch der Energieverbrauch. Daher kann man nicht sagen, dass eine höhere Lumenzahl bei einer Stirnlampe unbedingt besser ist. Es kommt immer auf den Einsatzbereich an. Für die abendliche Joggingrunde braucht man nicht zwingend eine Lampe mit 2800 Lumen und einer Reichweite von 300m. Das wäre dann wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Eine Stirnlampe wird je nach Modell mit unterschiedlichen Energiequellen angetrieben. Der Klassiker ist mit Sicherheit die AA bzw. AAA Alkalibatterie. Diese Batterien werden in den meisten Stirnlampen eingesetzt. Nachteil: Wenn die Batterie einmal leer ist kann diese nicht mehr aufgeladen werden. Des Weiteren sind diese Batterien relativ kälteempfindlich und sollten daher bei kalten Bedingungen, wenn möglich dicht am Körper getragen werden. Manche Stirnlampen können auch mit Lithium-Batterien betrieben werden. Diese sind wesentlich kälteunempfindlicher allerdings nicht wiederaufladbar. Der Trend, besonders bei den Highend-Modellen, geht ganz klar zu integrierten Lithium-Ionen-Akkus. Diese können bequem per USB am Computer, Laptop oder auch an der Steckdose aufgelden werden. Bei einigen Stirnlampenmodellen mit Lithium-Ionne-Akku ist es möglich die Stirnlampe mittels Software bzw. einer App das Energiemanagement individuell zu steuern bzw. konfigurieren. Das bedeutet, dass man die Stirnlampe mit ein paar Mausklicks auf die Anforderungen der jeweiligen Aktivität programmieren kann. (siehe beispielsweise Petzl Nao). Es ist in den meisten Fällen allerdings auch möglich diese Lampen, mithilfe eines AA bzw. AAA Adapters, auch mit Alkali Batterien zu betreiben.
Viele Stirnlampen sind mittlerweile reguliert. Die Stirnlampe ist dabei mit einem elektronischen Spannungsregler ausgestattet. Dies hat den Vorteil, dass die Lampen über einen bestimmten Zeitpunkt eine gleichbleibende Leuchtstärke liefern bis die Energiquelle entladen ist. Eine nicht-regulierte Stirnlampe verliert mit der Entladung der Energiequelle sukzessive an Leuchtkraft..
Für die optimale Lagerung einer Stirnlampe sollte unbedingt die Energiequelle entnommen werden. Zum einen um bei Lithiumi-Ionen-Akkus eine mögliche Tiefenentladung zu vermeiden und zum anderen bei Alkali-Batterien das Auslaufen der Batterie zu vermeiden.

Einsatzbereiche Stirnlampen

Vor dem Kauf der Stirnlampe sollte man sich überlegen für welchen Einsatzbereich die Stirnlampe benötigt wird.
Bei schnellen Aktivitäten, wie beispielsweise Mountainbiken oder Skitouren, sollte eher eine leuchtstarke Variante gewählt werden um möglichst weit in die Ferne leuchten zu können und somit etwaige Hindernisse so früh wie möglich zu erkennen. Diese Stirnlampe sollte den Nahbereich ausreichend ausleuchten und zusätzlich einen fokussierten Lichtkegel haben.
Beim Joggen in der Ebene oder beim Camping reicht in der Regel auch eine einfachere Lampe aus. Hier ist es wichtiger, dass die Lampe sehr leicht ist und beim Laufen bequem auf dem Kopf sitzt. Der Lichtkegel sollte eher den Nahbereich ausleuchten.
Bei einer mehrtägigen Hochgebirgstour, ohne Möglichkeit Akkus zu laden, solllte auf eine energiesparende Lampe zurückgegriffen werden.
Für Aktivitäten mit Wasserkontakt, wie beispielsweise bei Höhlenbefahrungen etc., sollte auch die Wasserdichtigkeit berücksichtigt werden. Die Wasserdichtigkeit erkennt man an der sogenannten IP Klasse:

  • IPX0 -> Kein Schutz vor eindringendem Wasser
  • IPX1 -> Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
  • IPX2 -> Schutz gegen schräg fallendes Tropfwasser im Winkel bis 15 Grad
  • IPX3 -> Schutz gegen Sprühwasser im Winkel von bis zu 60 Grad´
  • IPX4 -> Schutz gegen Spritzwasser (Richtung egal)
  • IPX5 -> Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen
  • IPX6 -> Schutz gegen Eindringen von Wasser bei kurzzeitiger Überflutung
  • IPX7 -> Schutz gegen Eindringen von Wasser beim kompletten eintauchen für begrenzte Zeit (1 Meter tief für 30min)
  • IPX8 -> Schutz auf unbestimmte Zeit gegen eindringen von Wasser beim kompletten Eintauchen

So gut wie alle LED Stirnlampen besitzen verschiedene Leuchtstufen. Es ist damit beispielsweise möglich, die Lampe in einem energiesparenden Modus zu betreiben oder die Stirnlampe maximal auszusteuern. Für eine grobe Orientierung haben wir im Folgenden exemplarisch, für bestimmte Aktivitäten, die technischen Kennzahlen die die Stirnlampe erfüllen sollte aufgeführt.

Einsatzbereiche:
Stirnlampe fürs Joggen im ungefährlichen Gelände,
Stirnlampe fürs Nordic Walking,
Stirnlampe fürs Camping,
Stirnlampe für die Berghütte,
Stirnlampe für Kinder,
Stirnlampe für Handwerker
Notfallstirnlampe

Leuchtweite: 30-50 Meter
Leuchtstärke: 60-100 Lumen
Energiequelle: Batterie oder Akku
Optionale Features: Rotlicht (z.B. um andere Gäste in Berghütte nachts nicht zu stören)
Beispielmodell:: Beal - L80, Led Lenser H5, Mammut T-Trail, Petzl Tikkina, Petzl Tikka

Einsatzbereich:
Stirnlampe fürs Trailrunning,
Stirnlampe fürs Klettern,
Stirnlampe fürs Wandern,
Stirnlampe fürsTrekking

Leuchtweite: 60-100 Meter
Leuchtstärke: 50-300 Lumen
Energiequelle: Batterie / Lithium-Ionen-Akku
Optionale Features:: Rotlicht (z.B. um andere Gäste in Berghütte nachts nicht zu stören)
Helligkeitssensor (Regelt automatisch die Leuchtstärke je nach Umgebungshelligkeit)
Energiemanagement mittels Software bzw. App
Beispielmodell: Petzl Myo, Petzl Tikka XP, Led Lenser Seo 3

Einsatzbereich:
Stirnlampe für schnelle Aktivitäten
Stirnlampe zum Mountainbiken,
Stirnlampe für Skitouren bei Nacht,
Stirnlampe fürs Trailrunning in schwierigem Gelände

Leuchtweite: >100 Meter
Leuchtstärke: >300 Lumen
Energiequelle: In der Regel Lithium-Ionen-Akku
Optionale Features: Rotlicht (z.B. um andere Gäste in Berghütte nachts nicht zu stören)
Helligkeitssensor (Regelt automatisch die Leuchtstärke je nach Umgebungshelligkeit)
Energiemanagement mittels Software bzw. App
Beispielmodell: Lupine Piko, Lupine Neo, Petzl Nao

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